Reithelm Vergleich mit modernen Reithelmen nach aktueller Sicherheitsnorm

Reithelm Vergleich 2026: Aktuelle Helme nach EN 1384:2023

Ein kurzer Schreckmoment reicht: Das Pferd scheut, stolpert oder macht einen unerwarteten Satz zur Seite. Selbst erfahrene Reiter können dann innerhalb von Sekunden aus dem Gleichgewicht geraten. Ein gut sitzender Reithelm gehört deshalb zu den wichtigsten Bestandteilen der Reitausrüstung.

Doch beim Kauf wird es schnell unübersichtlich. Auf älteren Produktseiten taucht noch VG1 auf, andere Helme werben mit EN 1384:2023, PAS 015 oder ASTM F1163. Dazu kommen Begriffe wie CE, Hardshell, Inmould, Long Visor oder verschiedene Verstellsysteme.

In unserem Reithelm Vergleich 2026 zeigen wir deshalb nicht einfach die teuersten oder bekanntesten Modelle. Wir vergleichen aktuelle Reithelme anhand ihrer Zertifizierung, Passform, Ausstattung, Belüftung und ihres vorgesehenen Einsatzbereichs. Außerdem beziehen wir Ergebnisse unabhängiger Laborprüfungen ein, sofern diese für ein Modell verfügbar sind.

Wichtig: Zoolory hat die hier vorgestellten Reithelme für diesen Beitrag nicht selbst im Prüflabor getestet. Unsere Einordnung basiert auf aktuellen Herstellerangaben, Zertifizierungen, technischen Daten und nachvollziehbaren externen Prüfungen. Wo echte Testergebnisse vorliegen, nennen wir die Quelle ausdrücklich.

Reithelm Vergleich 2026: Unsere Auswahl im Überblick

ModellNormen laut HerstellerBesonderheitenExterner TestGeeignet fürPreis
uvex exxeed activeEN 1384:2023-06, ASTM F1163-233D-IAS-Anpassung, Hardshell, gute Belüftung, Ponytail-AusschnittCAVALLO/TÜV mit starken Werten in allen PrüfungenAllround, Training, Turnier€€€
HKM IllusionEN 1384:2023Drehrad, herausnehmbares Innenfutter, BelüftungsöffnungenCAVALLO/TÜV ohne erkennbare Schwäche im TestPreisbewusste Reiter, Alltag€€
ABUS PIKEUR AirLuxe Supreme GlamEN 1384:2023-06, PAS 015:2011, ASTM F1163-23Short/Long Visor, 17 Belüftungsöffnungen, Zoom-Air-SystemSehr gute Gestaltfestigkeit im CAVALLO/TÜV-TestPremium, Turnier, Long-Visor-Fans€€€€€
CASCO Mistrall 2EN 1384:2023, PAS 015:2011großer Größenbereich, Belüftung, mehrere Helmschalenkein unabhängiger Labortest für diese Einordnung genutztFreizeit, Training, Vielreiter€€€
KASK KookiEN 1384:2023, ASTM F1163, SEI-zertifiziertca. 450 g, Zweischalenkonstruktion, herausnehmbares Innenfutterkein unabhängiger Labortest für diese Einordnung genutztleichte Premium-Lösung€€€€
Covalliero Beauty 2.0EN 1384:2023kleine Größen, Disc-System, 4-Punkt-Befestigungkein unabhängiger Labortest für diese Einordnung genutztKinder, Einsteiger

Unsere Einordnung in Kurzform: Der uvex exxeed active ist für uns der interessanteste Allrounder, weil aktuelle Zertifizierungen, eine breite Größenanpassung und nachvollziehbare externe Laborwerte zusammenkommen. Der HKM Illusion ist besonders spannend, wenn du weniger ausgeben möchtest. Im Premiumbereich fällt der ABUS PIKEUR AirLuxe Supreme Glam durch seine Ausstattung und seine extern geprüfte Gestaltfestigkeit auf.

Das bedeutet jedoch ausdrücklich nicht, dass einer dieser Helme für jeden Kopf der „sicherste“ Reithelm ist. Ein korrekt sitzender Helm ist wichtiger als ein vermeintlicher Testsieg.

Welche Reithelm-Norm ist beim Neukauf 2026 wichtig?

Die wichtigste Änderung gegenüber älteren Reithelm-Ratgebern betrifft die Sicherheitsnorm.

EN 1384:2023 ist beim aktuellen Neukauf der zentrale Orientierungspunkt

Wer heute in Deutschland beziehungsweise Europa einen neuen Reithelm kauft, sollte gezielt nach einem Modell schauen, das nach der aktuellen EN 1384:2023 geprüft beziehungsweise zertifiziert ist.

Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung empfiehlt einen Reithelm gemäß EN 1384 und ausdrücklich die jeweils aktuelle europäische Norm. VG1 bezeichnet die FN dagegen als zwischenzeitlich verwendete Übergangsnorm.

Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) | Thema: „Ausrüstungskatalog und aktuelle Anforderungen an Reithelme“

Das ist besonders wichtig, weil sich die Anforderungen gegenüber früheren Fassungen verschärft haben. Bei der aktuellen Norm wird unter anderem mit einem zusätzlichen kerbförmigen Aufschlagkörper geprüft. Die Durchdringungsprüfung erfolgt aus größerer Fallhöhe und auch die seitliche Belastung bei der Gestaltfestigkeit wurde erhöht.

Für Käufer bedeutet das nicht, dass jeder ältere Helm plötzlich gefährlich ist. Es bedeutet aber: Wenn du ohnehin neu kaufst, gibt es wenig Grund, gezielt zu einem alten VG1-Restposten zu greifen.

Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zu VG1-Reithelmen und der aktuellen Reithelmnorm.

Ist ein Reithelm mit VG1 noch erlaubt?

VG1 sollte man nicht mit „wirkungslos“ oder „unsicher“ gleichsetzen. Die FN weist selbst darauf hin, dass nach der Übergangsnorm VG1 gefertigte Reithelme die damals geforderten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Für den Neukauf ist die aktuelle EN 1384 jedoch die logischere Orientierung.

Das ist vor allem bei Onlineangeboten wichtig. Derselbe Modellname kann über mehrere Jahre verkauft worden sein. Bei Restbeständen kann deshalb unter Umständen noch eine ältere Variante angeboten werden.

Unser Tipp: Nicht nur den Produktnamen prüfen, sondern die Norm der konkret angebotenen Variante auf Produktseite, Etikett oder Konformitätserklärung kontrollieren.

Das ist einer der wichtigsten Punkte in diesem gesamten Reithelm Vergleich.

Reicht eine CE-Kennzeichnung beim Reithelm?

Nein, CE ist keine alternative Reithelm-Sicherheitsnorm.

Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller im Rahmen des europäischen Konformitätsverfahrens, dass sein Produkt die einschlägigen europäischen Anforderungen erfüllt. Technische Normen und Prüfverfahren sind davon zu unterscheiden. Die EU-Verordnung über persönliche Schutzausrüstung trennt entsprechend zwischen grundlegenden Anforderungen, harmonisierten Normen, Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung.

Für dich beim Einkauf heißt das:

  • CE allein sagt dir nicht, nach welcher konkreten Reithelmnorm das Modell geprüft wurde.
  • Suche zusätzlich nach EN 1384:2023 beziehungsweise der vom Hersteller angegebenen aktuellen Fassung.
  • Bei Unsicherheit hilft die EU-Konformitätserklärung des Herstellers.

Europäische Kommission / EUR-Lex | Thema: „CE-Kennzeichnung und PSA-Verordnung“

PAS 015 und ASTM F1163: Sind zusätzliche Normen besser?

Bei hochwertigen Reithelmen findest du häufig mehrere Angaben nebeneinander, beispielsweise:

  • EN 1384:2023
  • PAS 015:2011
  • ASTM F1163-23
  • teilweise zusätzlich eine Zertifizierung durch SEI

PAS 015 ist eine weitere Spezifikation für Reithelme, die vor allem im britischen Reitsport verbreitet ist. Auch BSI führt Reithelme, die nach PAS 015:2011 zertifiziert sind.

ASTM F1163 ist dagegen ein Standard für Schutzhelme im Pferdesport, der insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt relevant ist. Die aktuelle ASTM-Spezifikation beschreibt unter anderem Aufschlagprüfungen auf flache und pferdesportspezifische Hindernisformen sowie Prüfungen von Stabilität und Rückhaltesystem.

Eine zusätzliche ASTM- oder PAS-Zertifizierung kann für internationale Reiter und bestimmte Veranstaltungen interessant sein. Sie bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Helm „doppelt“ oder „dreimal so sicher“ ist.

Für einen normalen Neukauf in Deutschland bleibt deshalb die aktuelle EN 1384 der erste sinnvolle Filter. Anschließend entscheiden vor allem Passform, Einsatzzweck und Komfort.

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Was zeigen aktuelle Reithelm-Tests?

Wer nach „Reithelm Test“ sucht, erwartet verständlicherweise mehr als Herstellerangaben. Deshalb lohnt sich ein Blick auf tatsächlich durchgeführte Laborprüfungen.

CAVALLO ließ aktuelle Reithelme gemeinsam mit dem TÜV Rheinland untersuchen. Besonders hervorgehoben wurden dabei der uvex exxeed active, der ABUS PIKEUR AirLuxe Supreme Glam Longvisor und der HKM Illusion. Der uvex erreichte laut CAVALLO starke Werte über die verschiedenen Prüfungen hinweg. Beim ABUS fiel besonders die Gestaltfestigkeit auf, der HKM Illusion absolvierte die Prüfungen laut Test ohne erkennbare Schwäche.

Warum die neue Norm anspruchsvoller ist

Der TÜV erläutert im Test einige konkrete Unterschiede zur vorherigen EN-Fassung:

  • Bei der Stoßdämpfung kommen drei statt zwei Aufschlagpunkte zum Einsatz, darunter ein kerbförmiger Prüfamboss.
  • Die Fallhöhe bei der Durchdringungsprüfung steigt von 500 auf 625 Millimeter.
  • Bei der Gestaltfestigkeit steigt die Belastung von 630 auf 800 Newton.
  • Auch der Abstreiftest wurde verändert.

Genauso wichtig ist allerdings die Einschränkung: Laborwerte sind keine Garantie für den Ausgang eines realen Sturzes. CAVALLO weist selbst darauf hin, dass standardisierte Laborprüfungen reale Unfallsituationen nicht eins zu eins abbilden.

Deshalb nutzen wir diese Ergebnisse als zusätzlichen Datenpunkt und nicht als Grundlage für Aussagen wie „Modell X schützt deinen Kopf garantiert besser als Modell Y“.

Kaufberatung: Darauf solltest du beim Reithelm achten

Reithelm Vergleich 2025 - Kriterien beim Kauf

1. Die aktuelle Norm zuerst prüfen

Bei einem neuen Reithelm sollte EN 1384:2023 ganz oben auf deiner Checkliste stehen.

Gerade bei Angeboten mit starken Rabatten lohnt sich ein zweiter Blick. Ein günstiger alter Lagerbestand kann unter demselben oder einem sehr ähnlichen Modellnamen angeboten werden wie eine neu zertifizierte Variante.

Prüfe deshalb im Zweifel:

  • Normangabe in der Produktbeschreibung
  • Typenschild beziehungsweise Kennzeichnung im Helm
  • EU-Konformitätserklärung
  • genaue Modell- beziehungsweise Artikelnummer

2. Die Passform ist wichtiger als die Marke

Der teuerste Reithelm hilft dir wenig, wenn er sich auf dem Kopf verschieben lässt.

Menschen haben nicht nur unterschiedliche Kopfumfänge, sondern auch verschieden geformte Köpfe. Ein Helm kann bei 57 cm Umfang perfekt auf einen eher ovalen Kopf passen und bei einem anderen Menschen mit identischem Umfang unangenehm drücken.

Das ist ein Grund, weshalb sich die Frage nach dem pauschal „besten Reithelm“ kaum seriös beantworten lässt.

Lese mehr dazu in unserem Artikel: Reithelm richtig messen und Passform prüfen

3. Größenverstellung ersetzt keine passende Grundform

Ein Drehrad ist praktisch, kann aber einen grundsätzlich zu großen oder schlecht geformten Helm nicht retten.

Stelle den Helm so ein, dass er rundum stabil sitzt. Er darf weder an einzelnen Punkten stark drücken noch bei Kopfbewegungen deutlich verrutschen.

Bei Kindern ist besonders wichtig, keinen zu großen Helm als Wachstumsreserve zu kaufen. Ein verstellbarer Helm sollte in seiner passenden Größengruppe gewählt werden.

4. Belüftung wird bei häufigem Reiten wichtiger

Beim gemütlichen Winterausritt spielt die Belüftung möglicherweise eine kleinere Rolle. Bei längeren Trainingseinheiten im Sommer kann ein schlecht belüfteter Helm dagegen schnell unangenehm werden.

Achte auf:

  • sinnvoll angeordnete Lufteinlässe
  • interne Luftkanäle
  • waschbares beziehungsweise austauschbares Innenfutter
  • eine Passform, die trotz Belüftung stabil bleibt

Der neue Normstandard stellt höhere Anforderungen an die Helmkonstruktion. Gute Hersteller versuchen deshalb, Schutzanforderungen, Materialeinsatz und Luftzirkulation miteinander zu verbinden.

5. Gewicht ist Komfortfaktor, kein Sicherheitsranking

Ein leichter Helm kann sich bei langen Trainingseinheiten angenehmer anfühlen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass ein leichter Helm schlechter oder ein schwerer Helm sicherer ist.

Vergleiche das Gewicht deshalb innerhalb bereits korrekt zertifizierter Modelle als Komfortmerkmal.

6. Innenfutter sollte herausnehmbar sein

Wer mehrmals pro Woche reitet, merkt schnell, wie viel Schweiß sich im Innenpolster sammeln kann.

Ein herausnehmbares und waschbares Futter erleichtert die Pflege erheblich. Noch praktischer ist es, wenn Ersatzpolster separat erhältlich sind.

7. Kurzes oder langes Visier bewusst auswählen

Long-Visor-Helme sind vor allem optisch beliebt und können zusätzlich Schatten im Gesichtsbereich bieten. Ein längeres Visier macht einen Helm aber nicht automatisch besser.

Wichtiger ist, dass:

  • Sichtfeld und Kopfhaltung nicht gestört werden
  • der Helm stabil sitzt
  • der Schirm für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist
  • Turnier- beziehungsweise Veranstaltungsregeln eingehalten werden

8. Mehr Geld bedeutet nicht automatisch mehr Schutz

Sobald zwei Modelle die aktuelle Norm erfüllen, bezahlt man im Premiumsegment oft zusätzlich für:

  • hochwertigere Oberflächen
  • besondere Designs
  • komplexere Verstellsysteme
  • zusätzliche Zertifizierungen
  • austauschbare Polster
  • Markenpositionierung
  • Long-Visor-Versionen

Das kann den Aufpreis rechtfertigen. Ein günstiger, korrekt zertifizierter und hervorragend passender Helm kann aber die sinnvollere Wahl sein als ein Luxushelm, der auf deinem Kopf nicht richtig sitzt.

Die besten Reithelme im Vergleich

1. uvex exxeed active: Unser vielseitiger Allround-Tipp

Der uvex exxeed active gehört zu den interessantesten Modellen in diesem Reithelm Vergleich, weil mehrere Punkte zusammenkommen.

Er ist nach EN 1384:2023-06 sowie ASTM F1163-23 zertifiziert. uvex setzt auf eine Hardshell-Konstruktion und das 3D-IAS-System, mit dem sich der Helm sowohl am Kopfumfang als auch in der Höhe anpassen lässt. Je nach Ausführung deckt die Modellreihe Größen von etwa 52 bis 61 cm ab. Das Innenkonzept berücksichtigt außerdem einen Ponytail-Ausschnitt.

Besonders wertvoll ist für unsere Einordnung, dass nicht nur Herstellerdaten vorliegen. Im externen CAVALLO/TÜV-Test wurde der exxeed active in allen durchgeführten Prüfungen mit starken Werten hervorgehoben.

Stärken:

  • aktuelle EN 1384
  • zusätzliche ASTM-Zertifizierung
  • gute Einstellmöglichkeiten
  • externe Laborergebnisse vorhanden
  • mehrere Größen und Innenpolster

Nachteile:

  • deutlich oberhalb günstiger Einsteigermodelle
  • die Hardshell-Bauweise ist nicht auf minimales Gewicht ausgelegt
  • die Passform muss trotz umfangreicher Verstellung zur individuellen Kopfform passen

Geeignet für: Reiter, die häufig trainieren und einen vielseitigen Helm mit nachvollziehbarer technischer Dokumentation suchen.

  • MEHR SICHERHEIT: Die stabile Hardshell-Technologie mit stoßfester Außenschale schützt den Kopf und sorgt für langlebige …
  • OPTIMALE BELÜFTUNG: Durchgehende Luftkanäle und atmungsaktive Innenpolsterung gewährleisten ein stets angenehmes Kopfkli…
  • VARIABLE PASSFORM: Das uvex 3D-IAS-System erlaubt ein stufenloses Anpassen an Kopfgröße und -umfang und gewährleistet so…

2. HKM Illusion: Interessanter Preis-Leistungs-Tipp

Der HKM Illusion ist besonders spannend, wenn du einen aktuellen Helm suchst, aber nicht direkt in die höchste Preisklasse wechseln möchtest.

HKM gibt für das Modell EN 1384:2023 an. Zur Ausstattung gehören Belüftungsöffnungen, ein austauschbares Innenfutter und eine stufenlose Größenanpassung über ein Drehrad.

Auch beim Illusion gibt es externe Prüfdaten. CAVALLO beschreibt den Helm nach der TÜV-Laborprüfung als Modell, das die durchgeführten Tests ohne auffällige Schwächen absolvierte und gleichzeitig preislich interessant bleibt.

Das macht ihn für diesen Vergleich wertvoll: Nicht jeder Helm mit guten Laborwerten muss im absoluten Premiumsegment liegen.

Stärken:

  • EN 1384:2023
  • externe Laborprüfung
  • herausnehmbares Innenfutter
  • stufenlose Größenanpassung
  • vergleichsweise attraktive Preisklasse

Nachteile:

  • die auffällige Glitter-Optik ist Geschmackssache
  • weniger Premium-Features als deutlich teurere Modelle
  • auch hier entscheidet letztlich die Kopfform über den Sitz

Geeignet für: Freizeit- und Turnierreiter, die ein aktuelles Modell mit externer Prüfreferenz zu einem vernünftigen Budget suchen.

  • ELEGANTER HINGUCKER MIT GLITZER: Der Reithelm Illusion besticht durch seine edle, matte Optik, kombiniert mit einer groß…
  • MAXIMALE SICHERHEIT NACH EU-NORM: Schutz ohne Kompromisse. Ausgestattet mit einer schlagfesten Außenschale und einer sto…
  • INDIVIDUELLE PASSFORM PER DREHRAD: Dank des praktischen, stufenlos regulierbaren Drehrads am Hinterkopf lässt sich die R…

3. ABUS PIKEUR AirLuxe Supreme Glam: Premium-Tipp mit mehreren Zertifizierungen

Beim ABUS PIKEUR AirLuxe Supreme Glam wird es deutlich hochwertiger.

Das Modell gibt es mit kurzem und langem Visier. ABUS nennt EN 1384:2023-06, PAS 015:2011 und ASTM F1163-23 als Zertifizierungen. Hinzu kommen das höhen- und weitenverstellbare Zoom-Air-System und ein Belüftungskonzept mit 17 Öffnungen.

Beim CAVALLO/TÜV-Test wurde insbesondere die Leistung des AirLuxe Supreme Glam Longvisor bei der Prüfung der Gestaltfestigkeit hervorgehoben.

Das Modell richtet sich damit klar an Käufer, die neben einer aktuellen europäischen Zertifizierung Wert auf zusätzliche internationale Standards, detaillierte Anpassungsmöglichkeiten und Premium-Ausstattung legen.

Stärken:

  • drei relevante Normangaben
  • externes Laborergebnis
  • präzise Höhen- und Weitenanpassung
  • starke Belüftung
  • Short- und Long-Visor-Version

Nachteile:

  • hohe Preisklasse
  • Premium-Design und zusätzliche Standards sind nicht für jeden notwendig
  • auch ein teurer Helm sollte ausschließlich bei wirklich passender Kopfform gekauft werden

Geeignet für: ambitionierte Reiter und Turnierreiter, die Ausstattung und Design bewusst höher gewichten.

  • ein absolutes Highlight: harmonisch, elegant – ein echter Hingucker
  • matte Außenschale
  • shiny Dekor-Elemente

4. CASCO Mistrall 2: Interessant für Belüftung und große Größen

Der CASCO Mistrall 2 bleibt auch in einer aktualisierten Modellauswahl interessant. Entscheidend ist allerdings, ihn nicht mehr mit alter VG1-Angabe darzustellen.

CASCO führt den Mistrall 2 inzwischen mit EN 1384:2023 und PAS 015:2011. In der Zertifizierungsübersicht werden Größenbereiche von 50 bis 63 cm aufgeführt.

Damit deckt das Modell einen vergleichsweise großen Umfangsbereich ab und kann gerade für Reiter interessant sein, denen viele Standardgrößen zu klein oder zu knapp sind.

Stärken:

  • aktuelle EN 1384
  • zusätzliche PAS-015-Zertifizierung
  • großer Größenbereich
  • auf Belüftung ausgelegte Konstruktion

Nachteile:

  • unter dem Modellnamen befinden sich bereits länger Produkte im Handel
  • bei Restbeständen deshalb besonders genau auf die Norm der konkreten Variante achten

Genau hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zwischen einem aktuellen Reithelm Vergleich und einer alten Bestenliste: Nicht allein der Modellname entscheidet. Die tatsächlich angebotene Variante muss geprüft werden.

5. KASK Kooki: Leichte Premium-Alternative

Der KASK Kooki richtet sich an Reiter, die eine vergleichsweise leichte und hochwertige Konstruktion suchen.

KASK nennt für das aktuelle Modell EN 1384:2023 und ASTM F1163 mit SEI-Zertifizierung. Das angegebene Gewicht liegt je nach Variante beziehungsweise Größe um etwa 450 Gramm.

Die Konstruktion kombiniert verschiedene Schalenbereiche, dazu kommen Belüftung und ein herausnehmbares Innenfutter.

Stärken:

  • aktuelle EN 1384
  • ASTM/SEI
  • vergleichsweise geringes Gewicht
  • hochwertig ausgelegte Innenausstattung
  • dezente Optik

Nachteile:

  • Premium-Preisklasse
  • kein von uns für diesen Vergleich herangezogener unabhängiger Labortest wie bei uvex, HKM oder ABUS
  • der Aufpreis lohnt vor allem, wenn Passform und Komfort tatsächlich besser zum eigenen Kopf passen

Geeignet für: Vielreiter, die Gewicht, Verarbeitung und dezentes Premiumdesign priorisieren.

6. Covalliero Beauty 2.0: Aktueller Einsteigerhelm für Kinder

Für Kinder und kleinere Köpfe ist der Covalliero Beauty 2.0 eine interessante Alternative zu alten günstigen VG1-Modellen.

Der Hersteller nennt EN 1384:2023, ein einhändig verstellbares Disc-System, eine 4-Punkt-Befestigung und Größenbereiche ab 48 cm.

Damit ist der Beauty 2.0 ein gutes Beispiel dafür, dass eine aktuelle Reithelmnorm nicht automatisch einen Premiumpreis voraussetzt.

Bei Kinderhelmen gilt allerdings besonders: Nicht größer kaufen, nur damit der Helm möglichst lange mitwächst. Ein zu großer Helm kann verrutschen. Das Verstellsystem sollte lediglich die Feinanpassung innerhalb des vorgesehenen Größenbereichs übernehmen.

Stärken:

  • EN 1384:2023
  • kleine Größen erhältlich
  • verstellbares Kopfband
  • herausnehmbares Innenfutter
  • günstige Preisklasse

Nachteile:

  • klar auf Kinder beziehungsweise kleinere Köpfe ausgerichtet
  • einfachere Ausstattung als Premiumhelme
  • kein für diese Einordnung genutzter unabhängiger Labortest

Lese mehr zu Pferdehelme für Kinder hier: Pferde-Kinderreithelm im Vergleich

  • Disc-System für einhändiges, stufenloses Einstellen des Kopfbandes auf den Kopfumfang
  • stoßfeste Helmschale
  • ausgeklügeltes Ventilationssystem für optimales Klima

Reithelm richtig messen: Der schnelle Passform-Check

Bevor du dich zwischen zwei Modellen entscheidest, solltest du deinen Kopfumfang korrekt messen.

Führe ein flexibles Maßband waagerecht um den Kopf, etwa knapp oberhalb der Augenbrauen und über den Ohren. uvex empfiehlt ebenfalls eine Messung oberhalb der Augenbrauen und anschließend die Orientierung an der jeweiligen Größentabelle des Herstellers.

Danach folgt der entscheidende Praxisschritt:

  1. Helm aufsetzen und waagerecht ausrichten.
  2. Größenverstellung einstellen.
  3. Kopf langsam nach links, rechts, oben und unten bewegen.
  4. Der Helm sollte den Bewegungen folgen und nicht lose über die Kopfhaut rutschen.
  5. Gleichzeitig darf er keine starken Druckstellen verursachen.
  6. Kinnriemen und seitliche Gurtführung anschließend korrekt einstellen.

Ein Drehrad sollte dabei nicht maximal zugedreht werden müssen, um einen viel zu großen Helm irgendwie festzuhalten.

Reithelm-Größe messen und Passform prüfen

Häufige Fehlkäufe bei Reithelmen

Nur auf CE achten

CE ist wichtig, ersetzt aber nicht den Blick auf die konkrete Reithelmnorm.

Einen Helm zum „Reinwachsen“ kaufen

Besonders bei Kindern problematisch. Ein Helm muss jetzt stabil sitzen.

Ein Modell nur wegen Marke oder Design auswählen

Kopfformen unterscheiden sich. Ein hervorragend bewerteter Helm kann bei dir schlechter sitzen als ein deutlich günstigeres Modell.

Alte und neue Version desselben Modells verwechseln

Gerade bei langjährig verkauften Produktnamen solltest du kontrollieren, welche Norm die konkrete Variante erfüllt.

Den Helm nach einem relevanten Aufprall einfach weiterverwenden

Innere Strukturen können Energie aufgenommen haben, obwohl äußerlich kaum etwas zu sehen ist. Hersteller empfehlen deshalb nach entsprechenden Stürzen beziehungsweise starken Aufschlägen einen Austausch.

Wann sollte ein Reithelm ausgetauscht werden?

Die pauschale Regel „jeden Reithelm spätestens nach fünf Jahren wegwerfen“ ist zu ungenau.

Die Nutzungsdauer hängt vom Hersteller, Modell, Produktionsdatum, Einsatz und der Lagerung ab. uvex nennt beispielsweise eigene maximale Nutzungs- beziehungsweise Lebensdauern und fordert nach einem Sturz einen Austausch, auch wenn äußerlich keine Beschädigung sichtbar ist. Andere Hersteller können andere Intervalle nennen.

Die bessere Regel lautet deshalb:

Nach einem relevanten Sturz oder starken Aufprall: Herstellerhinweise beachten und den Helm im Zweifel ersetzen.

Ohne Unfall: Die vom jeweiligen Hersteller angegebene Nutzungsdauer beachten.

Zusätzlich solltest du einen Helm früher ersetzen, wenn du Folgendes bemerkst:

  • Risse oder Beschädigungen
  • auffällig verformte Bereiche
  • defekte Verschlüsse oder Gurte
  • beschädigte Innenkomponenten
  • Verstellmechanismus funktioniert nicht mehr zuverlässig

Experten-Tipps: So hast du länger etwas vom richtigen Reithelm

Prüfe beim Kauf die konkrete Norm auf dem Produkt

Das ist vor allem bei Online-Marktplätzen und Restbeständen wichtig. Eine Überschrift wie „CASCO Mistrall 2“ oder „uvex Reithelm“ sagt noch nicht, welche Produktionsvariante du tatsächlich erhältst.

Probiere den Helm mit deiner normalen Frisur

Wer beim Reiten meistens einen Zopf oder Dutt trägt, sollte den Helm auch so anpassen. Manche Modelle bieten hierfür eigene Aussparungen.

Ein Helm, der nur mit völlig anderer Frisur korrekt sitzt, wird im Alltag schnell lästig.

Lass dich nicht von einer möglichst kleinen Grammzahl blenden

Gewicht ist angenehm, aber kein Ersatz für Passform oder Norm. Ein 450-Gramm-Helm ist nicht automatisch besser als ein 550-Gramm-Modell.

Verwende nur vorgesehenes Zubehör

Dicke Mützen, selbst angeklebte Bauteile oder ungeprüfte Halterungen können Sitz und Funktion beeinflussen. Bei Winterzubehör oder Kamerahalterungen sollte deshalb geprüft werden, was der Hersteller für das jeweilige Modell vorsieht.

Pflege das Innenfutter regelmäßig

Gerade im Sommer verlängert ein waschbares Wechselpolster die hygienisch angenehme Nutzungszeit deutlich. Beachte dabei die Waschanleitung des Herstellers.

Lass dich nicht vom Preis unter Druck setzen

Ein Reithelm ist Sicherheitsausrüstung. Das bedeutet aber nicht, dass du automatisch das teuerste Modell brauchst.

Ein HKM Illusion oder anderer korrekt sitzender Helm nach EN 1384:2023 kann für dich sinnvoller sein als ein Premiumhelm, dessen Kopfform nicht zu dir passt.

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Unser Fazit zum Reithelm Vergleich 2026

Beim Reithelm Vergleich 2026 gibt es keinen einzelnen Helm, der für jeden Reiter automatisch die beste Wahl ist. Dafür unterscheiden sich Kopfform, Einsatzgebiet und Komfortansprüche zu stark.

Wenn du einen vielseitigen aktuellen Helm mit zusätzlicher externer Laborprüfung suchst, ist der uvex exxeed active besonders interessant. Seine aktuelle EN-Zertifizierung, ASTM F1163-23, die umfangreiche Größenanpassung und die starken Ergebnisse im CAVALLO/TÜV-Test ergeben ein überzeugendes Gesamtpaket.

Der HKM Illusion zeigt dagegen, dass eine interessante externe Prüfleistung nicht zwingend das höchste Budget voraussetzt. Für Premiumkäufer bietet der ABUS PIKEUR AirLuxe Supreme Glam zusätzliche Zertifizierungen, eine umfangreiche Anpassung und Short- beziehungsweise Long-Visor-Varianten.

Der CASCO Mistrall 2 punktet mit einem großen Größenbereich, der KASK Kooki mit geringem Gewicht und Premiumausstattung. Für Kinder ist der aktuelle Covalliero Beauty 2.0 nach EN 1384:2023 eine deutlich zeitgemäßere Vergleichsoption als alte VG1-Einsteigermodelle.

Die Reihenfolge beim Kauf sollte deshalb immer lauten:

1. aktuelle Norm prüfen → 2. richtige Größe wählen → 3. Passform testen → 4. Einsatzzweck berücksichtigen → 5. erst danach Design und Extras vergleichen.

So wird aus der Suche nach dem vermeintlich „besten Reithelm“ eine wesentlich sinnvollere Frage: Welcher aktuelle Reithelm passt zu meinem Kopf und meinem Einsatzbereich?


❓ FAQ

Für einen vielseitigen Einsatz ist der uvex exxeed active interessant, weil er EN 1384:2023 erfüllt, zusätzliche ASTM-Zertifizierung bietet und in einem externen CAVALLO/TÜV-Test starke Werte erzielte. Preisbewusste Reiter können sich den HKM Illusion ansehen. Wichtiger als die Rangfolge ist jedoch, welcher Helm stabil und druckfrei auf deinem Kopf sitzt.
VG1 war eine Übergangsnorm und macht einen vorhandenen, unbeschädigten Helm nicht automatisch unbrauchbar. Bei einem Neukauf würden wir jedoch gezielt ein aktuelles Modell nach EN 1384:2023 wählen. Auch die FN empfiehlt jeweils die aktuelle europäische Norm.
Nein. Die CE-Kennzeichnung ist eine Konformitätskennzeichnung und keine eigene Reithelm-Sicherheitsnorm. Beim Neukauf solltest du zusätzlich prüfen, nach welcher konkreten Norm der Helm zertifiziert ist, in Europa insbesondere EN 1384:2023.
Die Standards setzen unterschiedliche Anforderungen und sind in unterschiedlichen Märkten relevant. Zusätzliche Zertifizierungen können interessant sein, machen einen Helm aber nicht automatisch besser für deinen Kopf. Für einen Neukauf in Deutschland ist die aktuelle EN 1384 der wichtigste Ausgangspunkt.
Der Reithelm sollte waagerecht auf dem Kopf sitzen, weder drücken noch deutlich wackeln und bei Kopfbewegungen stabil bleiben. Miss deinen Kopfumfang knapp oberhalb der Augenbrauen und orientiere dich anschließend an der Größentabelle des jeweiligen Herstellers.
Nach einem relevanten Aufprall sollte der Helm entsprechend den Herstellerangaben ersetzt werden, auch wenn von außen keine deutliche Beschädigung sichtbar ist. Das Schutzmaterial kann beim Aufprall Energie aufgenommen haben. Ohne Sturz solltest du dich bei der Nutzungsdauer an die Vorgaben des jeweiligen Herstellers halten.