Kinder Reithelm Test 2025 – Mädchen mit sicherem Reithelm auf Pony

Kinder-Reithelm-Test 2026: So findest du den passenden Helm

Ein Kinderreithelm muss vor allem richtig sitzen. Ein Modell, das zu groß ist oder auf der falschen Kopfform wackelt, lässt sich nicht durch ein engeres Drehrad sicher machen. Miss deshalb zuerst den Kopfumfang und probiere den Helm anschließend mit deinem Kind an. Für die Vorauswahl vergleichen wir drei auf Amazon.de verfügbare Modelle: uvex Kidoxx, PFIFF ProtectionX und Covalliero Beauty 2.0.

Kurzantwort: Der passende Kinderreithelm umschließt den Kopf gleichmäßig, bleibt auch beim Schütteltest an Ort und Stelle und trägt eine nachvollziehbare Kennzeichnung nach EN 1384. Alter, Farbe und ein verstellbares Drehrad ersetzen die Anprobe nicht. Die drei Modelle in diesem Vergleich decken verschiedene Größenbereiche ab, keines passt automatisch jedem Kind.

Die Einordnung beruht auf Herstellerangaben zu Norm, Größen und Ausstattung. Die endgültige Entscheidung fällt bei der Anprobe am Kopf des Kindes.

Kinderreithelme im Vergleich

ModellAngegebener GrößenbereichBesonders interessant, wenn …
uvex Kidoxx auf Amazon.de ansehen49–54 cmdu einen schlichten Kinderhelm mit stufenloser Weitenanpassung suchst
PFIFF ProtectionX auf Amazon.de ansehenXS 48–52 cm, S 52–56 cm; weitere Größen laut Herstellermehrere Größen zur Auswahl stehen sollen und das Innenfutter waschbar sein soll
Covalliero Beauty 2.0 auf Amazon.de ansehenje nach Ausführung unter anderem 48–54 cm und 55–59 cmein einhändig bedienbares Verstellsystem und gute Belüftung wichtig sind

Die Größenangaben stammen von den Herstellern und können je nach Farbe oder konkreter Amazon-Variante abweichen. Prüfe vor dem Kauf, welche Größe tatsächlich ausgewählt ist. Ein passender Zentimeterbereich ist nur der Startpunkt: Die Helmschale muss auch zur Kopfform passen.

uvex Kidoxx: für Kopfumfänge von 49 bis 54 Zentimetern

Der uvex Kidoxx ist ein Kinderreithelm mit matter Oberfläche und stufenloser Anpassung im Bereich von 49 bis 54 Zentimetern. Laut uvex gehören zur Ausstattung die Inmould-Technologie, das 3D-IAS-Verstellsystem, das FAS-Gurtband und ein Monomatic-Verschluss. Der Hersteller nennt EN 1384:2023-06 als Norm.

Das Modell kommt infrage, wenn der gemessene Kopfumfang in den angegebenen Bereich fällt und der Helm beim Anprobieren gleichmäßig anliegt. Der praktische Verschluss kann Kindern das Öffnen und Schließen erleichtern. Trotzdem sollte ein Erwachsener vor jedem Ritt kontrollieren, ob der Kinnriemen korrekt geschlossen und eingestellt ist.

Der Größenbereich ist begrenzt. Liegt der Kopfumfang darunter oder darüber, ist ein anderer Helm nötig. Auch innerhalb des angegebenen Bereichs kann die Form der Helmschale für ein Kind ungeeignet sein. Ein Drehrad macht aus einem drückenden oder seitlich zu weiten Helm kein passendes Modell.

  • MITWACHSENDER REITHELM: Stufenlose Größenanpassung von 49-54 cm für eine perfekte Passform über Jahre hinweg.
  • ELEGANTES DESIGN: Erhältlich in edlem Matt-Finish in den Farben navy und black – stilvoll und modern.
  • HÖCHSTE SICHERHEIT: Ausgestattet mit Inmould Technologie, 3D IAS Größenanpassung und FAS Gurtband-System für optimalen S…

PFIFF ProtectionX: mehrere Größen und herausnehmbares Futter

Der PFIFF ProtectionX wird laut Herstellerangaben in XS für 48 bis 52 Zentimeter, S für 52 bis 56 Zentimeter und M für 55 bis 59 Zentimeter angeboten. Kontrolliere deshalb die konkrete Variante, bevor du bestellst.

PFIFF nennt eine Anpassung in Höhe und Breite, ein Belüftungssystem und ein herausnehmbares, waschbares Innenfutter. Die Produktunterlagen weisen EN 1384:2023 aus. Das Modell ist eine sinnvolle Vorauswahl, wenn ein Kind eine Größe außerhalb des Kidoxx-Bereichs benötigt oder wenn ein waschbares Futter den Alltag erleichtert.

Die zusätzliche Einstellbarkeit ist kein Ersatz für die richtige Grundgröße. Der Helm darf nicht durch starkes Zudrehen auf dem Kopf festgeklemmt werden. Achte darauf, ob der Druck gleichmäßig verteilt ist und die Helmschale beim Bewegen des Kopfes stabil bleibt.

  • Sicher & zertifiziert – Der PFIFF Reithelm ProtectionX entspricht der aktuellen Norm EN 1384:2023 und bietet zuverlässig…
  • Mitwachsendes Design – Dank des höhen- und breitenverstellbaren Systems wächst der Helm über mehrere Jahre mit und sorgt…
  • Perfekte Größe für jedes Alter – Erhältlich in XS (48-52 cm) & S (52-56 cm) – bitte vor dem Kauf Kopfumfang abmessen.

Covalliero Beauty 2.0: Disc-System und verschiedene Größenvarianten

Der Covalliero Beauty 2.0 ist laut Covalliero für Kinder und junge Reiter gedacht. Der Hersteller nennt ein einhändig bedienbares Disc-System, Belüftungsöffnungen, eine 4-Punkt-Befestigung und EN 1384:2023. Je nach Ausführung gibt es unterschiedliche Größenbereiche, darunter 48 bis 54 und 55 bis 59 Zentimeter; einzelne Varianten teilen den kleineren Bereich weiter auf.

Das Modell ist interessant, wenn sich der Helm mit einem Drehrad einfach einstellen lassen soll. Ein gelisteter Größenbereich ist noch keine Passformgarantie: Der Helm muss am Kopf des Kindes sitzen, ohne zu drücken oder zu verrutschen.

  • Disc-System für einhändiges, stufenloses Einstellen des Kopfbandes auf den Kopfumfang
  • stoßfeste Helmschale
  • ausgeklügeltes Ventilationssystem für optimales Klima
kinder-reithelm-richtig-messen

Welche Sicherheitsnorm sollte ein Kinderreithelm haben?

Für Reithelme ist die Norm EN 1384 maßgeblich. Die DIN EN 1384 bei DIN Media beschreibt Anforderungen und Prüfverfahren, darunter für Konstruktion, Stoßdämpfung, Durchdringungsfestigkeit und Trageeinrichtung. Die drei hier verglichenen Modelle werden von ihren Herstellern mit EN 1384:2023 angegeben.

Im Handel kann auch die Kennzeichnung VG1 01.040 2014-12 auftauchen. Der FN-Ausrüstungskatalog nennt EN 1384 und ordnet VG1 als frühere Übergangsnorm ein, deren Helme die dort genannten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen ebenfalls erfüllen. Mehr zur Einordnung findest du in unserem Ratgeber Ist ein VG1-Reithelm noch zulässig?.

Für eine Neuanschaffung ist es sinnvoll, die aktuell vom Hersteller angegebene Normfassung zu prüfen. Sie sollte auf der Kennzeichnung im Helm und in den Produktunterlagen zur ausgewählten Variante nachvollziehbar sein. Ein CE-Zeichen allein sagt nicht, welche Reithelmnorm für das konkrete Modell angegeben ist. Wer auf Turnieren reitet, prüft außerdem die geltende LPO und die Ausschreibung des Veranstalters.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Größe und Kopfform

Miss den Kopfumfang, bevor du ein Modell auswählst. Die Altersangabe auf der Produktseite ist nur eine grobe Orientierung. Kinder entwickeln sich unterschiedlich, und zwei Köpfe mit gleichem Umfang können verschiedene Formen haben. Deshalb kann ein Helm in der richtigen Zentimetergröße trotzdem an Stirn, Schläfen oder Hinterkopf drücken.

Stabiler Sitz ohne übermäßiges Zudrehen

Ein Verstellsystem soll den Helm fein anpassen, nicht eine falsche Größe ausgleichen. Wenn du das Drehrad bis zum Anschlag schließen musst, der Helm wackelt oder nur mit starkem Druck bequem bleibt, probiere eine andere Größe oder ein anderes Modell.

Riemen und Verschluss

Der Kinnriemen muss sich passend einstellen lassen und darf nicht lose baumeln. Die seitliche Begurtung soll so sitzen, dass das Ohr frei liegt. Ein kindgerechter Verschluss ist im Alltag praktisch, ersetzt aber nicht die Kontrolle durch eine erwachsene Person.

Belüftung und Innenfutter

Belüftungsöffnungen können das Tragegefühl bei Wärme verbessern. Ein herausnehmbares Futter erleichtert die Reinigung, sofern der Hersteller das Waschen erlaubt. Beachte dafür immer die Pflegehinweise zum konkreten Modell.

Gewicht und Gestaltung

Ein Helm sollte für das Kind angenehm zu tragen sein. Entscheidend ist aber nicht, welcher Helm am leichtesten wirkt oder die Lieblingsfarbe hat, sondern ob Passform, Norm und Riemeneinstellung stimmen. Lass das Kind beim Design mitentscheiden, nachdem passende Modelle übrig sind. Ein Helm, den es ungern trägt, hilft im Sattel nicht.

Das Aufsetzen zur Routine machen

Lass dein Kind den Helm vor dem ersten Ritt in Ruhe auf- und absetzen. So könnt ihr Verschluss, Riemen und Drehrad gemeinsam kennenlernen, ohne dass es auf dem Weg zum Reitunterricht schnell gehen muss. Die letzte Kontrolle übernimmt trotzdem ein Erwachsener: Sitzt der Helm gerade? Bleibt er bei einer Kopfbewegung an Ort und Stelle? Ist der Riemen geschlossen und passend eingestellt?

Prüfe den Sitz erneut, wenn dein Kind eine andere Frisur trägt oder der Helm längere Zeit nicht benutzt wurde. Ein Zopf, eine Mütze oder ein zusätzliches Polster kann die Lage verändern. Trage unter dem Helm nichts, was der Hersteller nicht ausdrücklich erlaubt, und ergänze keine eigenen Einlagen. Wenn dein Kind über Druck oder Schmerzen klagt, nimm den Helm ab und suche die Ursache. Ein anderes Modell kann besser zur Kopfform passen.

Kinder Reithelm Test 2025

So misst du die richtige Größe

Für die erste Größenauswahl brauchst du ein weiches Maßband. Lege es waagerecht um den Kopf, oberhalb der Augenbrauen und über die breiteste Stelle. Es soll anliegen, aber nicht einschneiden. Wiederhole die Messung und orientiere dich am Zentimeterbereich des Herstellers, nicht allein an XS, S oder einer Altersangabe.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du unter Reithelm-Größe richtig messen. Für die Anprobe helfen diese Schritte:

  1. Mit der üblichen Frisur anprobieren. Ein hoher Zopf oder dicke Haarknoten dürfen den Helm nicht aus seiner Position drücken. Brille beim Anprobieren aufsetzen, wenn das Kind damit reitet.
  2. Helm mittig und waagerecht aufsetzen. Laut FN liegt die Vorderkante ungefähr ein bis zwei Fingerbreit über den Augenbrauen; der Helm sitzt knapp über den Ohren.
  3. Auf gleichmäßigen Kontakt achten. Der Helm soll den Kopf umschließen, ohne einzelne schmerzhafte Druckstellen. Die Polster dürfen nicht nur oben aufliegen.
  4. Den Sitz bei offenem Kinnriemen prüfen. Das Kind bewegt den Kopf deutlich hin und her, beugt sich vorsichtig nach vorn und imitiert eine Trabbewegung. Der Helm sollte an Ort und Stelle bleiben. Die FN erklärt diesen Schütteltest und die richtige Helmanpassung.
  5. Erst danach den Riemen einstellen. Die Ohren liegen frei in der seitlichen Begurtung. Unter dem Kinn sollte ungefähr Platz für zwei Finger bleiben, während eine normale Kieferbewegung möglich ist.

Besteht der Helm den Schütteltest nur mit geschlossenem oder sehr festem Kinnriemen, passt er wahrscheinlich nicht richtig. In diesem Fall eine andere Größe oder ein anderes Modell probieren. Bei einem Sicherheitshelm sollte der Kompromiss nicht zulasten des Sitzes gehen.

Wiederhole den Sitzcheck bei jeder Anprobe und nach jeder Änderung an der Einstellung. Gerade bei Kindern wächst der Kopf weiter, und ein Helm, der vor einigen Monaten gut saß, kann inzwischen zu eng geworden sein. Achte auf neue Druckstellen, einen Riemen, der sich nicht mehr sinnvoll einstellen lässt, oder eine Helmschale, die sich nicht mehr gleichmäßig an den Kopf anpasst. Das Drehrad sollte genug Spielraum für die richtige Feinjustierung haben, aber nicht den gesamten Größenunterschied ausgleichen müssen.

Pflege und Wechsel: Wann braucht dein Kind einen neuen Helm?

Kontrolliere vor dem Reiten, ob Schale, Innenfutter, Verstellsystem und Riemen unbeschädigt sind. Nach einem Sturz auf den Kopf oder einem kräftigen Schlag muss der Helm ersetzt werden, auch wenn außen kein Riss zu sehen ist. Die Schutzwirkung kann durch Schäden beeinträchtigt sein, die sich von außen nicht erkennen lassen. Die FN empfiehlt außerdem, keinen gebrauchten Reithelm zu kaufen.

Laut FN sollte ein Reithelm abhängig von Nutzung und Abnutzung nach drei bis fünf Jahren ab dem ersten Gebrauch ersetzt werden. Ein unbenutzter Helm sollte spätestens acht Jahre nach dem Herstellungsdatum ausgemustert werden. Prüfe zusätzlich die Hinweise des Herstellers. Wächst dein Kind aus dem Größenbereich heraus, braucht es früher ein neues Modell, auch wenn der alte Helm noch jung ist.

Schweiß und Staub entfernst du nach den Pflegehinweisen des Herstellers. Wasche nur Innenfutter, das ausdrücklich dafür vorgesehen ist. Bewahre den Helm kühl, trocken und vor direkter Sonne, Hitze, Chemikalien und Druck geschützt auf. Ein heißes Auto oder ein schwerer Gegenstand auf dem Helm sind schlechte Aufbewahrungsorte.

❓ FAQ

Einen pauschal besten Kinderreithelm gibt es nicht. Entscheidend sind Kopfumfang, Kopfform, korrekte Einstellung und die angegebene Reithelmnorm. uvex Kidoxx, PFIFF ProtectionX und Covalliero Beauty 2.0 decken unterschiedliche Größenbereiche ab und eignen sich als Vorauswahl.
Nein. Ein zu großer Reithelm kann verrutschen und schützt dann nicht wie vorgesehen. Wähle die Größe, die jetzt bei der Anprobe stabil sitzt. Wird er später zu eng oder passt nicht mehr in den vorgesehenen Bereich, braucht dein Kind ein passendes Modell.
VG1 01.040 2014-12 ist eine frühere Übergangsnorm. Der FN-Ausrüstungskatalog ordnet sowohl VG1 als auch EN 1384 ein. Beim Neukauf solltest du prüfen, welche Norm der Hersteller für das konkrete Modell angibt. Bei Turnieren gelten die aktuelle LPO und die Ausschreibung. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber Ist ein VG1-Reithelm noch zulässig?
Nach einem Sturz mit Aufprall auf den Kopf oder einem kräftigen Schlag sollte der Helm ersetzt werden, auch wenn außen kein Schaden erkennbar ist. Die FN empfiehlt, einen betroffenen Helm nicht weiterzuverwenden, weil Schäden innen unsichtbar bleiben können.
Wähle einen Helm, dessen Hersteller ihn ausdrücklich für Reitaktivitäten ausweist. Ein Fahrradhelm ist kein automatisch passender Ersatz. Für Reithelme ist die EN 1384 die maßgebliche europäische Norm.
Ja. Miss den Kopfumfang zunächst als Orientierung und prüfe die Passform am Kopf deines Kindes, bevor es mit dem Helm reitet. Unsere Anleitung zeigt, wie du die Reithelm-Größe richtig misst. Prüfe vor der Bestellung auch, ob sich die ausgewählte Variante umtauschen oder zurückgeben lässt.