Hundekrankenversicherung trotz Vorerkrankungen – Chancen und Alternativen

Hundekrankenversicherung trotz Vorerkrankungen – Geht das?

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Hundekrankenversicherung trotz Vorerkrankungen – Geht das überhaupt?

Die brutale Wahrheit über Versicherungen für kranke Hunde: Welche Anbieter akzeptieren HD, Allergien, Diabetes & Co? Realistische Chancen, Kosten & Alternativen wenn dein Hund schon krank ist

Dein Hund hat bereits eine Krankheit diagnostiziert bekommen und du fragst dich, ob eine Hundekrankenversicherung trotz Vorerkrankungen überhaupt noch möglich ist? Die ernüchternde Antwort direkt vorweg: Es wird schwierig – aber in manchen Fällen nicht unmöglich.

In diesem Artikel erfährst du ohne Beschönigung, wie Versicherungen mit Vorerkrankungen umgehen, welche Krankheiten automatisch zum Ausschluss führen, welche Anbieter noch eine Chance bieten – und vor allem: welche realistischen Alternativen du hast, wenn keine Versicherung deinen Hund mehr aufnimmt.

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbelinks (Affiliate-Links). Wenn du über diese Links eine Versicherung abschließt, erhalten wir eine kleine Provision vom Anbieter – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Diese Provision ermöglicht es uns, weiterhin unabhängige und ehrliche Ratgeber zu erstellen. Gerade bei diesem schwierigen Thema ist uns Transparenz wichtig.

Die wichtigsten Fakten zu Vorerkrankungen auf einen Blick:

  • Jede diagnostizierte Krankheit VOR Versicherungsabschluss gilt als Vorerkrankung und wird dauerhaft ausgeschlossen
  • 90% aller Versicherer lehnen Hunde mit chronischen Erkrankungen komplett ab (HD, Diabetes, Epilepsie, CNI)
  • Ausgeheilte akute Krankheiten (z.B. Magendrehung vor 2 Jahren) haben bessere Chancen als chronische
  • Je jünger der Hund bei Vertragsabschluss, desto weniger Vorerkrankungen hat er – daher: früh versichern!
  • Alternative: Selbst ansparen oder spezialisierte Anbieter mit Risikoprüfung (teurer)

Was gilt überhaupt als „Vorerkrankung“?

Bevor wir klären, welche Versicherungen deinen Hund noch aufnehmen: Was genau ist eine Vorerkrankung? Die Definition ist eindeutig – und für viele Hundebesitzer frustrierend:

Definition: Vorerkrankung bei Hundekrankenversicherungen

Als Vorerkrankung gilt jede Krankheit, Verletzung oder gesundheitliche Auffälligkeit, die:

  • VOR Versicherungsabschluss diagnostiziert wurde (egal wie lange her)
  • VOR Versicherungsabschluss behandelt wurde (auch wenn nur einmalig)
  • VOR Versicherungsabschluss Symptome zeigte (auch ohne Diagnose!)
  • In der Wartezeit auftritt (meist 3 Monate nach Vertragsabschluss)

Wichtig: Auch vermeintlich „harmlose“ Dinge zählen als Vorerkrankung: Ohrentzündungen, Durchfall, Lahmheit, Allergien, Zahnstein. ALLES, was in der Tierarztakte steht, zählt.

Die 3 Arten von Vorerkrankungen

Versicherungen unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Vorerkrankungen – mit unterschiedlichen Konsequenzen:

1. Chronische Vorerkrankungen (meist Ablehnung)

Beispiele: Hüftdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED), Diabetes, Epilepsie, Chronische Niereninsuffizienz (CNI), Schilddrüsenunterfunktion, Herzerkrankungen, Arthrose

Konsequenz: In 90% der Fälle komplette Ablehnung oder Ausschluss der gesamten Krankheit + aller Folgeerkrankungen (z.B. HD → auch Arthrose ausgeschlossen)

2. Akute ausgeheilte Erkrankungen (bessere Chancen)

Beispiele: Magendrehung (vor 2+ Jahren), Kreuzbandriss (operiert & ausgeheilt), Hautinfektionen (geheilt), akute Gastritis (einmalig)

Konsequenz: Wenn vollständig ausgeheilt und 1-3 Jahre symptomfrei, manchmal Aufnahme mit Ausschluss dieser speziellen Erkrankung

3. Rassespezifische Dispositionen (Grauzone)

Beispiele: Dein Golden Retriever hatte noch keine HD, aber die Rasse ist anfällig dafür

Konsequenz: Meist noch versicherbar, ABER: Bei ersten Symptomen später oft Streit mit Versicherung („war doch Disposition“)

Die häufigsten Vorerkrankungen & ihre Versicherbarkeit

Hier ist die brutale Realität: Welche Vorerkrankungen führen zu welchen Konsequenzen bei Versicherungen?

Hüftdysplasie (HD)

Die häufigste orthopädische Vorerkrankung bei großen Rassen. Erblich bedingte Fehlbildung des Hüftgelenks.

Versicherbarkeit: 5%

MEIST KOMPLETTE ABLEHNUNG
Wenn überhaupt: Ausschluss HD + Arthrose + alle Gelenkerkrankungen

Diabetes mellitus

Chronische Stoffwechselerkrankung, erfordert lebenslange Insulin-Gabe und Spezialfutter.

Versicherbarkeit: 0%

100% ABLEHNUNG
Keine Versicherung nimmt diabetische Hunde auf

Allergien & Atopie

Futtermittelallergien, Umweltallergien, atopische Dermatitis – sehr häufig bei bestimmten Rassen.

Versicherbarkeit: 20-30%

MANCHMAL MÖGLICH
Mit Ausschluss aller Haut- & Allergieerkrankungen

Epilepsie

Chronische neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden Anfällen, erfordert lebenslange Medikation.

Versicherbarkeit: 0-5%

FAST IMMER ABLEHNUNG
Ausschluss aller neurologischen Erkrankungen

Kreuzbandriss (operiert)

Häufige Verletzung, besonders bei sportlichen Hunden. Wenn operiert & ausgeheilt: bessere Chancen.

Versicherbarkeit: 40-50%

MÖGLICH NACH 1-2 JAHREN
Mit Ausschluss des betroffenen Knies

Schilddrüsenunterfunktion

Chronische Hormonstörung, häufig bei bestimmten Rassen, erfordert lebenslange Medikation.

Versicherbarkeit: 10-20%

MEIST ABLEHNUNG
Wenn überhaupt: Ausschluss Hormonsystem

Zahnstein / Parodontitis

Häufiges Problem bei älteren Hunden und kleinen Rassen, führt zu Zahnverlust und Entzündungen.

Versicherbarkeit: 60-70%

MEIST MÖGLICH
Mit Ausschluss aller Zahnbehandlungen

Magendrehung (überlebt)

Lebensbedrohlicher Notfall, besonders bei großen Rassen. Nach OP & Magenfixierung ausgeheilt.

Versicherbarkeit: 30-40%

NACH 2+ JAHREN MÖGLICH
Mit Ausschluss Magen-Darm-Trakt

Welche Versicherungen nehmen Hunde mit Vorerkrankungen noch auf?

Jetzt wird es konkret. Hier ist der ehrliche Vergleich, wie die größten deutschen Hundekrankenversicherungen mit Vorerkrankungen umgehen:

Vorerkrankungs-Politik der größten Anbieter (2026)

AnbieterAufnahme trotz Vorerkrankung?GesundheitsprüfungBesonderheiten
DA DirektJa (Sofortschutz)Digital100% Erstattung bei digitaler Erstberatung, keine Wartezeit
UelzenerEinzelfallGesundheitsfragenErste deutsche Tierversicherung (seit 1984), unbegrenzte Deckung möglich
HanseMerkurManchmalModeratÜber 140 Jahre Erfahrung, kulant bei kleineren Vorerkrankungen
hepsterJaDigitalBeitrag bleibt altersunabhängig stabil, ideal für langfristigen Schutz
FigoEinzelfallDetailliertBis zu 90% Erstattung, wählbare Selbstbeteiligung
andsafeNur HaftpflichtFokus auf exzellente Hundehaftpflicht (Note 1,0)

Wichtig zu verstehen: Selbst wenn ein Anbieter „Manchmal“ sagt, bedeutet das meist massive Ausschlüsse und oft deutlich höhere Beiträge (30-50% Aufschlag). Die Versicherung ist dann oft nur noch für ganz andere Krankheiten sinnvoll.

Die 3 besten Optionen für vorerkrankte Hunde

Wenn dein Hund eine Vorerkrankung hat, sind diese 3 Anbieter deine realistischsten Chancen (geordnet nach Kulanz):

DA Direkt

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  • Sofortschutz ohne Wartezeit
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  • Gesundheitsbudget (100€/Jahr) inklusive
  • Kostenlose Videosprechstunden unbegrenzt
  • Chronische Krankheiten (HD, Diabetes) meist ausgeschlossen
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hepster

Modern & Schnell

Digitaler Schutz ohne Altersanpassung. hepster bietet transparente Tarife mit monatlicher Kündbarkeit und Beiträgen, die im Alter stabil bleiben.

  • ab 13,89€/Monat (Stand 2026)
  • Beiträge bleiben im Alter stabil
  • Bis zu 100% Erstattung möglich
  • Monatlich kündbar (maximale Flexibilität)
  • Komplett digitale Abwicklung per App
  • Wartezeit bei Krankheit: 30 Tage
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HanseMerkur

Tradition & Kulanz

Über 140 Jahre Erfahrung. Die HanseMerkur ist oft kulant bei kleineren Vorerkrankungen und bietet einen sehr soliden Grundschutz für Operationen.

  • ab 8,27€/Monat (OP-Schutz, Stand 2026)
  • ab 46,01€/Monat (Vollschutz, Stand 2026)
  • Kulanter bei kleineren Vorproblemen (Allergien etc.)
  • Ausgeheilte akute Erkrankungen meist kein Problem
  • Chronische Leiden (HD, Diabetes) = Ablehnung
  • Wartezeit (außer bei Unfall)
HanseMerkur Gesundheitsschutz →

Die brutale Realität: Was bedeutet „Ausschluss“ wirklich?

Viele Hundebesitzer freuen sich zu früh: „Super, die Versicherung nimmt meinen Hund doch auf – nur mit Ausschluss der Allergie!“ Aber Vorsicht: Ausschlüsse sind oft viel weitreichender als gedacht.

Wie weit gehen Ausschlüsse wirklich?

Beispiel 1: Hund mit diagnostizierter Futtermittelallergie

Du denkst: Nur die Allergie ist ausgeschlossen, Rest ist versichert.

Realität: Ausgeschlossen sind oft:

  • Alle Allergien (Futter, Umwelt, Kontakt)
  • Alle Hauterkrankungen (auch wenn nicht allergisch bedingt!)
  • Alle Magen-Darm-Probleme (da Futter-Zusammenhang möglich)
  • Ohrentzündungen (oft allergisch bedingt)

Fazit: Die Versicherung zahlt nur noch bei Unfällen, Tumoren, inneren Krankheiten – der Großteil ist ausgeschlossen.

Beispiel 2: Hund mit alter Hüftdysplasie (HD)

Du denkst: Nur die Hüfte ist ausgeschlossen.

Realität: Ausgeschlossen sind:

  • Alle Hüftprobleme
  • Alle Gelenkerkrankungen (Knie, Ellbogen, Schulter)
  • Alle Arthrosen (am ganzen Körper!)
  • Alle orthopädischen OPs
  • Oft auch Physiotherapie & Schmerzmedikamente

Fazit: Bei einem großen Hund ist das der größte Kostenfaktor – die Versicherung wird kaum noch zahlen.

Wichtig zu verstehen: Versicherungen schließen nicht die spezifische Krankheit aus, sondern ganze Organsysteme oder Krankheitskategorien. Das macht die Versicherung oft fast wertlos.

Realistische Alternativen wenn keine Versicherung deinen Hund nimmt

Was tun, wenn alle Versicherungen ablehnen oder nur mit massiven Ausschlüssen aufnehmen? Hier sind deine realistischen Optionen:

4 Alternativen zur klassischen Hundekrankenversicherung

1. Hunde-Notfall-Konto anlegen

  • Monatlich 50-100€ auf separates Konto sparen
  • Nach 2 Jahren: 1.200-2.400€ Rücklagen
  • Keine Ausschlüsse, keine Wartezeiten
  • Geld gehört dir (nicht der Versicherung)
  • Reicht für viele Behandlungen

2. OP-Versicherung als Notfallschutz

  • Nur Operationen versichert (20-35€/Monat)
  • Weniger strenge Aufnahmekriterien
  • Schützt vor extremen Kosten (5.000€+ OPs)
  • Routine-Behandlungen zahlst du selbst
  • Besser als gar nichts

3. Ratenzahlung mit Tierarzt vereinbaren

  • Viele Tierärzte bieten Ratenzahlung an
  • Oft zinsfrei bei 3-6 Monaten
  • Vertrauensbasis wichtig
  • Bei großen OPs fragen ob möglich
  • Alternative: Tierarzt-Kreditkarten

4. Spezialisierte Kreditlösungen

  • Tierarzt-Kredite (z.B. Medipay)
  • Finanzierung von großen Behandlungen
  • Kurzfristig verfügbar
  • Zinsen beachten (oft 5-10%)
  • Nur für echte Notfälle

Unsere Empfehlung: Kombination aus Option 1 + 2 ist oft die beste Lösung für vorerkrankte Hunde. Spare monatlich 50-70€ selbst für normale Behandlungen und schließe eine OP-Versicherung (20-35€) für extreme Notfälle ab. Gesamtkosten: 70-105€/Monat – ähnlich wie Vollversicherung, aber ohne Ausschlüsse bei normalen Behandlungen.

7 wichtige Tipps wenn du mit Vorerkrankung versichern willst

So erhöhst du deine Chancen (und vermeidest böse Überraschungen):

  • Sei 100% ehrlich beim Gesundheitsfragebogen – Verschweigen führt zur Leistungsverweigerung im Schadensfall und du hast jahrelang umsonst gezahlt
  • Fordere komplette Tierarztakte an – du musst ALLES angeben was drin steht, auch Kleinigkeiten von vor Jahren
  • Warte 1-2 Jahre nach Ausheilung – akute Erkrankungen haben bessere Chancen wenn sie lange symptomfrei sind
  • Lass Ausschlüsse schriftlich bestätigen – „Ausschluss nur Hüftdysplasie“ muss im Vertrag stehen, nicht nur mündlich
  • Vergleiche mehrere Anbieter – jeder Versicherer bewertet Vorerkrankungen anders, eine Ablehnung heißt nicht alle lehnen ab
  • Prüfe ob Ausschluss überhaupt Sinn macht – wenn 80% der wahrscheinlichen Kosten ausgeschlossen sind, lohnt sich die Versicherung nicht
  • Erwäge OP-Versicherung als Kompromiss – wenn Vollschutz nicht geht, zumindest extreme Kosten absichern

Wann lohnt sich eine Versicherung trotz Ausschlüssen noch?

Versicherung MIT Ausschluss kann sinnvoll sein wenn:

  • Nur eine spezifische Erkrankung ausgeschlossen ist (z.B. nur linkes Knie nach Kreuzband-OP)
  • Die ausgeschlossene Krankheit kostenmäßig überschaubar ist (z.B. Zahnstein 500€/Jahr)
  • Dein Hund jung ist und noch viele Jahre Schutz braucht
  • Die Ausschlüsse klar definiert und begrenzt sind
  • Du die normale Behandlung der Vorerkrankung selbst zahlen kannst
  • Es andere teure Risiken gibt die NICHT ausgeschlossen sind (z.B. Tumore)

Versicherung MIT Ausschluss lohnt sich NICHT wenn:

  • Ganze Organsysteme ausgeschlossen sind (z.B. alle Gelenkerkrankungen)
  • Die Vorerkrankung der wahrscheinlichste Kostenfaktor ist
  • Mehrere große Bereiche ausgeschlossen sind
  • Der Beitrag trotz Ausschlüssen nicht reduziert wird
  • Dein Hund bereits älter ist (7+ Jahre)
  • Du das Geld besser selbst sparen könntest

Häufig gestellte Fragen zu Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen

Kann ich meinen Hund mit Hüftdysplasie (HD) noch versichern?

Sehr schwierig, aber nicht zu 100% unmöglich. Die meisten Versicherer (90%) lehnen Hunde mit diagnostizierter HD komplett ab. Wenige Ausnahmen (wie DA Direkt oder DA-Direkt) bieten Schutz im Rahmen ihrer Budgets an, meist aber mit Ausschluss der Vorerkrankung selbst. Realistische Alternative: OP-Versicherung für andere Notfälle + selbst sparen für HD-Behandlungen.

Was passiert wenn ich eine Vorerkrankung verschweige?

Katastrophe im Schadensfall. Wenn die Versicherung später herausfindet (durch alte Tierarztrechnungen, Nachfrage beim Tierarzt), dass du eine Vorerkrankung verschwiegen hast, können sie: 1) Die aktuelle Leistung komplett verweigern, 2) Den Vertrag rückwirkend kündigen, 3) Alle bisher gezahlten Leistungen zurückfordern. Du hast dann jahrelang Beiträge gezahlt und bekommst nichts. Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Sei immer 100% ehrlich.

Werden Allergien als Vorerkrankung angesehen?

Ja, definitiv. Sobald dein Tierarzt eine Allergie diagnostiziert oder auch nur vermutet hat (auch wenn es in der Akte nur als „Verdacht auf Futtermittelallergie“ steht), gilt das als Vorerkrankung. Die meisten Versicherer schließen dann alle Allergien + alle Hauterkrankungen aus – was bei Allergikern oft 50-70% der Tierarztkosten ausmacht. Tipp: Versichere deinen Hund BEVOR Allergien diagnostiziert werden, wenn du den Verdacht hast.

Kann ich nach ausgeheilter Magendrehung noch versichern?

Ja, nach 1-2 Jahren symptomfreier Zeit. Magendrehung ist eine akute Erkrankung – wenn sie erfolgreich operiert wurde (mit Magenfixierung) und der Hund seitdem keine Probleme mehr hatte, nehmen kulante Versicherer (wie HanseMerkur oder DA-Direkt) den Hund oft auf. Aber: Meist mit Ausschluss des gesamten Magen-Darm-Trakts. Das bedeutet: Gastritis, Durchfall, Erbrechen, Darmprobleme werden nicht mehr gezahlt. Warte mindestens 12-24 Monate nach der OP, bevor du versuchst zu versichern.

Gilt mein Hund schon als vorerkrankt wenn nur ein Verdacht besteht?

Das ist die Grauzone – und oft Streitpunkt. Offizielle Regel: Nur diagnostizierte Krankheiten sind Vorerkrankungen. Aber: Wenn in deiner Tierarztakte „Verdacht auf HD“ oder „möglicherweise Allergie“ steht, musst du das im Gesundheitsfragebogen angeben (Frage: „Gab es Auffälligkeiten?“). Die Versicherung entscheidet dann, ob sie es als Vorerkrankung wertet. Faustregel: Alles was in der Akte steht MUSS angegeben werden – auch Verdachtsdiagnosen.

Welche Versicherung ist am kulantesten bei Vorerkrankungen?

DA Direkt gehört aktuell zu den kulantesten Anbietern am Markt. Sie bieten Sofortschutz ohne Wartezeiten an, was für viele Hundebesitzer ein entscheidender Faktor ist. HanseMerkur: Bekannt für über 140 Jahre Erfahrung und oft kulant bei kleineren Vorerkrankungen wie Zahnstein. Tipp: Stelle Anfragen bei 2-3 Anbietern parallel – die Bewertung unterscheidet sich stark.

Kostet die Versicherung mehr wenn mein Hund Vorerkrankungen hat?

Ja, oft 30-50% Aufschlag. Selbst wenn die Vorerkrankung ausgeschlossen wird, verlangen viele Versicherer einen Risikozuschlag von 30-50% auf den normalen Beitrag. Begründung: Der Hund ist generell anfälliger. Beispiel: Normaler Beitrag 40€/Monat → mit Vorerkrankung und Ausschluss: 55-60€/Monat. Dann zahlst du mehr für weniger Leistung – prüfe genau, ob sich das noch lohnt.

Kann ich von einer Versicherung zur anderen wechseln wenn mein Hund Vorerkrankungen entwickelt?

Extrem schwierig und meist nicht empfohlen. Problem: Die neue Versicherung behandelt alle Krankheiten, die unter der alten Versicherung aufgetreten sind, als Vorerkrankungen und schließt sie aus. Du verlierst also den Schutz für alles was bisher passiert ist. Beispiel: Dein Hund entwickelt mit 5 Jahren Allergien (alte Versicherung zahlt). Mit 7 Jahren wechselst du → neue Versicherung schließt Allergien aus. Faustregel: NIEMALS wechseln wenn der Hund schon Probleme hat.

Lohnt sich eine OP-Versicherung wenn Vollschutz wegen Vorerkrankungen nicht geht?

Ja, oft die beste Kompromisslösung. OP-Versicherungen haben weniger strenge Aufnahmekriterien und kosten nur 20-35€/Monat (statt 60-100€ für Vollschutz). Sie decken die teuersten Notfälle ab: Tumore, Unfälle, akute OPs. Vorteil: Auch mit Vorerkrankungen manchmal noch möglich. Nachteil: Normale Behandlungen, Medikamente, Diagnostik zahlst du selbst. Empfehlung: OP-Versicherung abschließen + monatlich 50-70€ selbst sparen für normale Behandlungen.

Ab welchem Alter wird es schwieriger einen Hund zu versichern?

Ab 7 Jahren wird es deutlich schwieriger, ab 10 Jahren fast unmöglich. Gründe: 1) Ältere Hunde haben statistisch mehr Vorerkrankungen, 2) Die meisten Versicherer haben Höchstalter-Grenzen (7-10 Jahre), 3) Die Beiträge werden extrem teuer (80-150€/Monat). Goldene Regel: Versichere deinen Hund so jung wie möglich (idealerweise als Welpe mit 8-12 Wochen) – dann ist er gesund, die Beiträge niedrig, und ALLES was später kommt ist versichert (keine Vorerkrankungen).

Unser ehrliches Fazit: Was tun mit vorerkranktem Hund?

Die Wahrheit: Vollversicherungen lohnen sich bei Vorerkrankungen meist nicht mehr (zu viele Ausschlüsse, zu teuer). Bessere Strategie: OP-Versicherung für Notfälle + monatlich 50-70€ selbst sparen für normale Behandlungen.

Wenn dein Hund noch gesund ist: Versichere ihn JETZT, bevor Vorerkrankungen auftreten!

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